Rohstoffpreise korrigieren nach unten

Die US-Notenbank beeinflusst durch ihr Verhalten die Rohstoffmärkte, die Preise für Gold und Platin sanken im Februar. Doch die Aktien von Minengesellschaften bleiben stabil.

Im Februar musste der Rohstoffsektor auf breiter Front Verluste hinnehmen. Dabei wurden die Rohstoffmärkte vor allem von der US-amerikanischen Zentralbank (Fed) beeinflusst. Sie korrigierten sowohl nach der Veröffentlichung des Fed-Protokolls Mitte Februar sowie nach der Rede des neuen Vorsitzenden Jerome Powell am Ende des Monats nach unten. Dies betraf ebenso den Goldpreis, der den Monat mit -2,1 Prozent bei 1.320 US-Dollar pro Feinunze abschloss. Auch Silber setzte seinen Negativtrend der letzten Monate fort und beendete den Februar mit -4,8 Prozent bei 16,41 US-Dollar. Der Rohstoffmarkt befindet sich nach wie vor in einer Seitwärtsbewegung, allerdings nimmt die Volatilität zu. Das war im vergangenen Monat an den Ausschlägen im Zusammenhang mit der Fed zu beobachten.

Nur Palladium gewinnt an Wert

Es zeigt sich, dass Zentralbankaussagen nach wie vor Einfluss auf die Preisentwicklung bei Edelmetallen und insbesondere bei Gold ausüben. Dennoch zeigt abgesehen von kurzfristigen Bewegungen der generelle Trend für Gold nach oben. Ein Umfeld aus steigenden Zinsen spricht trotz der aktuellen Rückschläge eher für Gold als für andere Vermögenswerte wie Anleihen und Aktien. Monatssieger war Palladium, das bei 1.045 US-Dollar als einziger Rohstoff den Monat mit +0,3 Prozent positiv abschloss. Das Industriemetall konnte sich dabei von einem Rücksetzer erholen, der es auf ein zwischenzeitliches Viermonatstief von 960 US-Dollar drückte. Platin fiel zu Mitte des Monats auf 965 US-Dollar und damit auf seinen tiefsten Stand in diesem Jahr. Trotz einer anschließenden Erholungsbewegung, die in einen Monatsschlusskurs von 985 US-Dollar mündete, verlor Platin auf Monatssicht drei Prozent. Vorübergehend hatten Palladium und Platin wieder Parität erreicht. Allerdings konnte sich Palladium hiervon im weiteren Verlauf wieder deutlich absetzen.

Minenaktien bleiben stabil

Die Aktien der Minengesellschaften zeigten sich im Februar stabil. Die relative Schwäche, die zum Beispiel Silber im Moment zeigt, ist bei den Minenaktien seit einigen Wochen nicht mehr zu beobachten. Nichtsdestotrotz sei das spekulative Interesse im Markt weiterhin gering. Es ist daher noch zu früh, um von einer generellen Trendwende zu sprechen. Die Basismetalle schlossen den Februar allesamt im Minus. Nickel (-1,6 Prozent), Kupfer (-2,6 Prozent) und Zink (-3,6 Prozent) gingen zurück, Aluminium (-4,2 Prozent) gab noch stärker nach. Aluminium ist ein sehr energieabhängiges Metall und korreliert mit den Energiepreisen. Wenn diese rückläufig sind, was angesichts der Ölpreisentwicklung in diesem Monat der Fall war, so fällt normalerweise auch der Aluminiumpreis. Das könnte eine Erklärung für den kurzfristigen Rücksetzer bei Aluminium sein. Monatsverlierer war indes Blei (-7,1 Prozent), dessen Kurs mit 2.496 US-Dollar einen neuen Tiefstand in diesem Jahr erreichte. Brent-Öl beendete den Monat bei 65,78 US-Dollar pro Barrel, was einem Monatsminus von 4,6 Prozent entspricht. Zwar rangiert das schwarze Gold damit weiterhin unter der psychologisch wichtigen Marke von 70 US-Dollar, liegt aber auf Dreimonats- und Jahressicht nach wie vor deutlich im Plus. Trotz der Rekordproduktion in den USA zeigt sich bislang keine nachhaltige Belastung der Ölpreisentwicklung. Ob sich langfristig nicht doch eine dämpfende Wirkung einstellt, sollte aber aufmerksam verfolgt werden.




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