Warum Europa langsamer wächst

Europas Konjunktur hat gleich mit mehreren Problemen zu kämpfen. Dennoch wird die Wirtschaft wachsen, jedoch langsamer als in den Vorjahren. Die größten Schwächen und Stärken Europas erläutert Aneeka Gupta von Wisdom Tree im Gastbeitrag.

Wir bleiben vorsichtig eingestellt gegenüber dem Wirtschaftswachstum in Europa, da der politische Gegenwind zunimmt: der Brexit im März 2019, die schwindende Popularität der Großen Koalition in Deutschland, die EU-Parlamentswahlen im Mai 2019 und der Haushaltsvorschlag der italienischen Regierung.

Das derzeitige Wachstum des europäischen Bruttoinlandsproduktes von 1,9 Prozent im Jahr 2018 wird sich voraussichtlich auf 1,6 Prozent im Jahr 2019 und 1,5 Prozent im Jahr 2020 verlangsamen.

Handelskonflikt belastet Automobilsektor

Die Auswirkungen des Handelskonflikts auf dem europäischen Automobilsektor sind in der gesamten Lieferkette zu spüren. Den größten Rückschlag erlebten die Erstausrüster.

Da europäische Aktien im Großen und Ganzen fast 20 Prozent ihrer Einnahmen aus Schwellenländern erzielen, hat die jüngste Schwäche in den Schwellenländern auch die Nachfrage nach europäischen Gütern belastet.

Die europäischen Unternehmensgewinne waren 2018 stark, aber ihre künftige Entwicklung ist eng an eine Lösung um die Handelsschwierigkeiten gebunden.

Während die Europäische Zentralbank auf dem richtigen Weg ist, ihr Anleihekaufprogramm bis Ende 2018 zu beenden, beabsichtigt sie, die Erlöse aus fälligen Anleihen, die im Rahmen des Programms gekauft wurden, für einen längeren Zeitraum zu reinvestieren.

Geldpolitik bleibt akkomodierend

So bleibt die Geldpolitik für einen Großteil des Jahres 2019 akkommodierend, was den Euro deutlich niedriger halten dürfte. Wir bleiben weniger optimistisch, was die Aussichten für europäische Aktien betrifft, bis der politische Gegenwind nachlässt.




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