Wie kauft man einen Picasso?

Welches sind die teuersten Kunstwerke der Welt? Warum sind gerade diese Gemälde so teuer und können Sammler sie noch kaufen?

Einige der besten Anlagen finden sich heute nicht mehr in traditionellen Anlagen wie Immobilien oder Aktien, sondern in Kunstwerken. Rund 40 Prozent aller Kunstsammler arbeiten in der Vermögensverwaltung.

Die Kunstwelt ist berüchtigt für ihre Schleierhaftigkeit. Von Privatkäufern über geheime Verkäufe bis hin zu wertvollen Gemälden, die einfach verschwinden – da können sich selbst die enthusiastischsten Kunstliebhaber verloren fühlen: Was geschah mit van Goghs „Porträt von Dr. Gachet“? Und warum ist der Austausch von de Kooning so viel wert?

Die Kunsthistorikerin Anna Tietze und dem britischen Elektrofachhändler Currys kooperierten mit dem Samsung Frame TV, um ein kleines Element der Kunstwelt hervorzuheben. Für die „World’s Chief Art Collectors Campaign“ wurden erstmals die teuersten Gemälde der Welt kategorisiert. Das Projekt nimmt auch die (mutmaßlichen) Besitzer dieser Werke unter die Lupe.

Das Budget von Kunstsammlern

Das Projekt betrachtete zehn Personen, die Rekordsummen für Kunstwerke ausgegeben. Es stellte sich heraus, dass die zehn Sammler insgesamt 1,7 Milliarden US-Dollar für die Anschaffung ihrer Werke ausgegeben haben, durchschnittlich 1,7 Millionen US-Dollar pro Bild.

Kunstsammler sind meist Amerikaner, Männer, Vermögensverwalter

Die Hälfte der weltweit größten Kunstsammler sind Amerikaner, der Rest verteilt sich auf die ganze Welt, darunter Europa (Großbritannien, Russland und Italien), der Nahe Osten (Katar) und Asien (China, Japan).

Es gibt nur eine Frau in der Gruppe. Das trifft auch dann zu, wenn man die Liste auf die 106 teuersten Gemälde der Welt erweitert. Die Casino-Magnatin Elaine Wynn ist eine Klasse für sich. 2013 erwarb sie „Drei Studien von Lucian Freud“ von Francis Bacon (1969) für 142 Millionen US-Dollar.

Vielleicht ist es nicht verwunderlich, dass 40 Prozent der Sammler in der Vermögensverwaltung arbeiten. Hier sind intelligente Investitionen ein wichtiger Bestandteil des Arbeitsalltags. Investec AM zufolge hat die zeitgenössische Kunst eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von vier Prozent über einen Zeitraum von fünf Jahren, daher eignet sich der Kunstmarkt zur Diversifikation des Portfolios.

Viel Picasso und de Kooning in den Sammlungen

Die Einkäufe der Kunstsammler trugen auch dazu bei, die beliebtesten Künstler zu identifizieren. Wenn man sich nur die wertvollsten Stücke jedes Sammlers ansieht, taucht Pablo Picasso am häufigsten auf: Hamad bin Jassim bin Jaber Al Thani kaufte „Die Frauen von Algier (Version O)“ für 185,2 Millionen US-Dollar. Guido Barilla erwarb „Junge mit Pfeife“ für 135 Millionen US-Dollar. Sir Leonard Blavatnik bezahlte 119,5 Millionen US-Dollar für den „Akt mit grünen Blättern und Büste“.

Seite zwei – Willem de Kooning hinter Picasso




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