Gewinn mit Currency Overlay in schwierigem Marktumfeld

In einem schwierigen Marktumfeld können Anlagen in Fremdwährungsanleihen riskant sein. 2018 verloren gängige Benchmark-Indizes für Anlagen in EM-Anleihen teilweise mehr als fünf Prozent. Die aktive Steuerung von Währungsrisiken kann helfen, das zu vermeiden.

Aufgrund der anhaltend niedrigen Zinsen hat sich der Anlagenotstand für institutionelle Investoren in den vergangenen Jahren verschärft. Das zwang sie dazu, noch stärker international in Anleihen zu investieren. Fremdwährungsanleihen können zwar eine vergleichsweise hohe Rendite bieten, bergen jedoch neben Bonitäts- und Liquiditätsrisiken insbesondere Zins- und Währungsrisiken. Entscheidend ist daher eine verbindliche, systematische Sicherungsstrategie.

Währungseffekte machten Erträge aus Emerging-Markets-Anleihen 2018 erneut zunichte

Das vergangene Jahr hat abermals gezeigt, wie wichtig es ist, Währungsrisiken aktiv zu steuern. Man nennt das Currency Overlay. Im Schnitt werteten die Währungen von Emerging Markets (EM) 2018 im zweistelligen Prozentbereich ab, was die Erwartungen an die Zielrenditen nahezu aller Anleger in dieser Asset-Klasse durchkreuzte.

Hier hätte eine aktive Währungssicherungsstrategie Abhilfe schaffen können. Keine Alternative hingegen wäre eine passive Währungssicherung gewesen, bei der statisch das vollständige Fremdwährungsrisiko abgesichert wird – die hohen Sicherungskosten hätten jeden Zinsvorteil der EM-Anleihen gegenüber inländischen Anlagen neutralisiert. Die Sicherungskosten spiegeln letzten Endes den unterjährigen Zinsunterschied wider zwischen EM-Währungen, die beim Hedging auf Termin verkauft werden, und dem Euro, der auf Termin gekauft wird. Sie setzen sich zusammen aus der Zinsdifferenz der beiden Länder und einem Basis-Swap, der das aktuelle Angebot und die Nachfrage nach den jeweiligen Währungen wiedergibt.

Dieser Zusammenhang bietet allerdings eine Alternative, um an den höheren Zinsen in ausländischen Währungsräumen zu partizipieren. Über Devisentermingeschäfte werden nämlich aus Zinskosten Zinserträge, indem EM-Währungen auf Termin gekauft und dagegen Euros verkauft werden. Die Laufzeiten der Termingeschäfte werden dabei unterjährig gewählt, um von der hohen Liquidität am kurzen Ende der Fälligkeitsstruktur im Devisenterminmarkt profitieren zu können. Am Ende der Fälligkeit werden die Termingeschäfte schließlich geschlossen, und es kommt zu einem Cash-Ausgleich – ermittelt aus den Wechselkursen zum Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkt. Sollte sich der Kurs beispielsweise im Investitionszeitraum nicht verändert haben, bleibt dem Anleger der positive Zinsertrag.

Metzler Currency Overlay eröffnet Alternativen zu hochverzinslichen Fremdwährungsanleihen

Der Währungsmarkt ermöglicht somit einen raffinierten Zugang, um an den attraktiven Zinsen der Hochzinsmärkte zu partizipieren – und zwar ohne auf Bonitätsrisiken der Emittenten von Fremdwährungsanleihen eingehen zu müssen. Über Devisentermingeschäfte partizipiert der Anleger direkt am Zinsvorteil einer Währung, dem sogenannten „Carry“, ohne physisch Anleihen oder Geldmarktinstrumente erwerben zu müssen. Die niedrigen Transaktionskosten im Währungsmarkt erlauben darüber hinaus ein aktives Risikomanagement, das schnell auf ein verändertes makroökonomisches Umfeld reagieren kann, um Verluste zu begrenzen und Ertragschancen zu verbessern.

Seite zwei – Currency Overlay passt sich Marktbedingungen an, Grafik



Nachricht an die Redaktion

Hier können Sie uns einen Kommentar zu dem Artikel zukommen lassen.
Wir freuen uns auf Ihr Feedback.

]

Bei unseren Lesern momentan beliebt