Diversifikation durch Mikrofinanz

Anleger müssen sich nicht mehr zwischen Rendite und einem guten Gewissen entscheiden. Dank Impact-Investitionen wie der Mikrofinanz können sie beides haben.

Mikrofinanz hat sich in den letzten Jahren als eigenständige Anlagekategorie etabliert. Die Kombination aus unkorrelierten Renditen und sozialem Nutzen spricht sowohl Impact-Investoren als auch traditionelle Anleger an, wobei letztere Mikrofinanzanlagen zunehmend als Diversifikationselement ihren Portfolios beimischen.

Obwohl der globale Mikrofinanzmarkt weiterhin von Entwicklungsbanken und internationalen Organisationen dominiert wird, steigt der Anteil von privatem Kapital in dieser Anlagekategorie stetig. Institutionelle Investoren wie Banken, Pensionsfonds oder Versicherungen gehören derzeit zu der am schnellsten wachsenden Investorengruppe im Mikrofinanzbereich. Das liegt einerseits an institutionellen Anlegern, die in den Markt einsteigen, andererseits an solchen, die ihre Investitionen weiter ausbauen.

Interessante Diversifikationseigenschaften

Es sind drei wesentliche Merkmale, die institutionelle Investoren ansprechen: interessante Diversifikationseigenschaften, attraktive risiko-adjustierte Renditen sowie messbare soziale Beiträge. In effizienten und liquiden Finanzmärkten erfolgen Preisanpassungen unmittelbar und global. Dies führt zu einer zunehmend hohen Korrelation zwischen vielen Risk-Assets, die gerade in Krisensituationen Richtung eins tendieren. Es kommt also nicht überraschend, dass Investoren nach alternativen, unkorrelierten Renditequellen suchen. Mikrofinanzanlagen entwickeln sich weitestgehend unabhängig von traditionellen Anlageklassen wie globalen Aktien und Bonds. In den letzten 20 Jahren blieben breitdiversifizierte Mikrofinanzstrategien von negativen Auswirkungen globaler Marktverwerfungen, wie der Tech- oder der Eurokrise sowie der globalen Finanzkrise, weitgehend verschont.

Positiver Einfluss auf Gesellschaft

Neben diesen Diversifikationseigenschaften hat die Anlagekategorie in der Vergangenheit zudem mit einer tiefen Volatilität, geringen Ausfallraten von durchschnittlich weniger als einem Prozent sowie stabilen Nettorenditen von über vier Prozent im US-Dollar pro Jahr überzeugt. Die kurzen Kreditlaufzeiten schützen zudem vor Zinsänderungsrisiken. Hinzu kommt ein positiver Einfluss auf die Gesellschaft. Das spricht insbesondere Anleger an, die finanzielle Renditen erzielen möchten, Armut bekämpfen wollen und die Vereinten Nationen dabei unterstützen wollen, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

Risikoaffinität von Mikrofinanzinvestitionen

Wie alle Anlagen, die eine Prämie über dem Geldmarkt erzielen, sind auch Mikrofinanzinvestitionen nicht risikofrei. Um erfolgreich anzulegen müssen finanzielle Risiken, wie etwa Kredit- und Liquiditätsrisiken, berücksichtigt werden. Zudem müssen politische und regulatorische Risiken in den jeweiligen Entwicklungs- und Schwellenländern richtig eingeschätzt werden. Gerade letzteres ist in diesen Märkten von großer Bedeutung. Für Mikrofinanzanlangen empfehlen sich daher spezialisierte Anlagefonds von Gesellschaften, die über eine entsprechende Marktexpertise verfügen. Sie sollten erfahren sein in dieser Assetklasse und gegebenenfalls auch über Niederlassungen in den entsprechenden Märkten verfügen.




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